Das Vorausvermächtnis

Ein Vorausvermächtnis ist das einem Erben zugewendete Vermächtnis (§ 2150 BGB).

Im Rahmen eines Vorausvermächtnisses können ebenfalls, wie bei der Teilungsanordnung, einzelne Nachlassgegenstände bestimmten Erben zugeordnet werden. Der große Unterschied zur Teilungsanordnung ist allerdings, dass hier kein wertmäßiger Ausgleich zwischen den Erben zu erfolgen hat, wenn die Nachlassgegenstände unterschiedliche Werte verkörpern. Wer also keinen wertmäßigen Ausgleich unter den Erben wünscht, muss immer im Rahmen eines Vorausvermächtnisses agieren.


Aktuelles

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16. November. 2010
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat eine möglicherweise bahnbrechende Entscheidung zur Frage gefällt, ob ein nichteheliches Kind, das vor dem 01.07.1949 geboren wurde, trotz der in der Bundesrepublik entgegenstehenden Gesetzeslage ein Erb-/ bzw. Pflichtteilsrecht am Nachlass des Vaters hat.

6. September. 2010
Die Abgrenzung zwischen Vorausvermächtnis unfd Teilungsanordnung weist im tatsächlichen Bereich immer wieder Schwierigkeiten auf. Wollte der Erblasser lediglich eine Anordnung über die Aufteilung des Nachlasses treffen oder zusätzlich zum Erbteil ohne Ausgleichspflicht etwas zuwenden?

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Erbrecht Dr. Frank Andresen  KIEL: Stiftstraße 13 - Tel. 0431 - 98 28 620   HAMBURG: Mönckebergstr. 27  - Tel. 040 - 328 097 835