Die Erbengemeinschaft

 

Hinterlässt der Erblasser mehrere Erben, so wird der Nachlass gemeinschaftliches Vermögen der Erben (§ 2032 BGB). Eine Erbengemeinschaft birgt in der Regel viel Streitpotential. Je mehr Erben der Erbengemeinschaft angehören, desto unwahrscheinlicher ist eine einvernehmliche Regelung ohne gerichtliche Hilfe.

Dies hat zur Konsequenz, dass Erbengemeinschaften soweit wie möglich vermieden werden müssen. Eine Alternative wäre die Einsetzung eines Testamentsvollstreckers, der die Abwicklung des Nachlasses übernimmt. So kann der Erblasser sicherstellen, dass nicht die Erben untereinander eine Einigung finden müssen, sondern der Testamentsvollstrecker für die Erben.

Die Erbengemeinschaft besteht so lange, bis sie endgültig auseinandergesetzt ist. Teilauseinandersetzungen sind möglich, nicht jedoch erzwingbar.

Aktuelles

«   Seite 10 von 10

16. November. 2010
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat eine möglicherweise bahnbrechende Entscheidung zur Frage gefällt, ob ein nichteheliches Kind, das vor dem 01.07.1949 geboren wurde, trotz der in der Bundesrepublik entgegenstehenden Gesetzeslage ein Erb-/ bzw. Pflichtteilsrecht am Nachlass des Vaters hat.

6. September. 2010
Die Abgrenzung zwischen Vorausvermächtnis unfd Teilungsanordnung weist im tatsächlichen Bereich immer wieder Schwierigkeiten auf. Wollte der Erblasser lediglich eine Anordnung über die Aufteilung des Nachlasses treffen oder zusätzlich zum Erbteil ohne Ausgleichspflicht etwas zuwenden?

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Erbrecht Dr. Frank Andresen  KIEL: Stiftstraße 13 - Tel. 0431 - 98 28 620   HAMBURG: Mönckebergstr. 27  - Tel. 040 - 328 097 835