Mediation

Was bedeutet Mediation ?

Mediation (lat. „Vermittlung“) ist ein strukturiertes freiwilliges Verfahren zur konstruktiven Beilegung eines Konfliktes.

Die Konfliktparteien wollen mit Unterstützung einer dritten überparteilichen Person zu einer gemeinsamen Vereinbarung gelangen, die ihren Bedürfnissen und Interessen entspricht. Die überparteiliche Person trifft dabei keine eigenen Entscheidungen bezüglich des Konflikts, sondern ist lediglich für das Verfahren verantwortlich.

Welche Ziele werden mit einer Mediation verfolgt ?

Das Ziel der Mediation ist die Lösung eines Konfliktes – möglichst durch den wechselseitigen Austausch über die Konflikthintergründe und mit einer verbindlichen, in die Zukunft weisenden Vereinbarung der Teilnehmer. Denn Konflikte beruhen oft auf Missverständnissen und Kommunikationsproblemen. Diese sollen u.a. dadurch aufgeklärt werden, dass man sich gegenseitig zuhört und ausreden lässt.

Dabei steht die Frage nach einer eventuellen Schuld nicht im Vordergrund. Auch Veränderungen im Verhalten der Mediationsteilnehmer untereinander werden nur insoweit gefördert, als sie für die verbindliche Lösung des Konflikts notwendig sind.

Wann ist eine Mediation sinnvoll ?

Eine Mediation ist immer dann sinvoll, wenn alle Parteien bemüht sind, eine Lösung zu finden, aber die Struktur für einen Lösungsweg fehlt.

Die Durchführung einer Mediation ist gerade im Erbrecht sinnvoll, da hier zumeist familiäre Beziehungen mit hineinspielen. Die Erfolgsquote ist sehr hoch, so dass wenigstens in 4 von 5 Fällen mit einer Einigung gerechnet werden kann.

Kosten einer Mediation

Die Kosten einer außergerichtlichen Mediation werden in der Regel frei mit dem Rechtsanwalt vereinbart. Sie orientieren sich z.B. an dem Gegenstandswert oder an dem Aufwand, der durch die Mediation entsteht. Da an einer Mediation immer mindestens zwei Parteien teilnehmen, die sich die Kosten teilen, entstehen bei einer Lösung in der Mediation nur Bruchteile der ansonsten anfallenden Kosten.

 

 

Aktuelles

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19. Juni. 2017

Das Erbscheinsverfahren ist der Grundstein für die Klärung der Frage, wer Erbe geworden ist. Hier wird geklärt, ob Anfechtungen wirksam sind, ob der Erblasser testierfähig war und ob alle Formvorschriften eingehalten wurden.

(Erläuterungen durch Dr. Frank Andresen, Fachanwalt für Erbrecht, Kiel u. Hamburg)


19. Juni. 2017
Mandanten fragen häufig danach, ob ihre Geschwister Pflichtteilsansprüche haben. Im Folgenden wird kompakt und verständlich durch Dr. Frank Andresen (Fachanwalt für Erbrecht, Kiel u. Hamburg) die Rechtslage dargestellt.

17. November. 2015

FG Münster vom 30.04.2015 - Az. 3 K 900/13 Erb

Die Aufwendungen zur Beseitigung eines Ölschadens, der noch zu Lebzeiten des Erblassers an der Tankanlage des zum Nachlass gehörenden Hauses entstanden war, aber erst nach dem Erbfall entdeckt worden ist, können nicht steuermindernd als Nachlassverbindlichkeiten berücksichtigt werden.

Als Nachlassverbindlichkeiten seien nur solche Schulden abzugsfähig, die bereits vor dem Erbfall für den Erblasser durch gesetzliche, vertragliche und außervertragliche Verpflichtungen entstanden sind und diesen im Zeitpunkt des Todes bereits wirtschaftlich belastet haben. Diese Voraussetzungen wären hier, im Fall eines vom Erblasser unentdeckten Ölschadens, aber nicht erfüllt. Die von den Erben aufzubringenden Kosten hätten daher keine Auswirkung auf die Höhe der zu zahlenden Erbschaftsteuer.

Wegen der grundsätzlichen Bedeutung der Rechtssache hat das Finanzgericht Münster die Revision zum BFH zugelassen (AZ II R 33/15).

Urteil des FG Münster vom 30.04.2015
Aktenzeichen: 3 K 900/13 Erb

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Erbrecht Dr. Frank Andresen  KIEL: Stiftstraße 13 - Tel. 0431 - 98 28 620   HAMBURG: Mönckebergstr. 27  - Tel. 040 - 328 097 835