Mediation

Was bedeutet Mediation ?

Mediation (lat. „Vermittlung“) ist ein strukturiertes freiwilliges Verfahren zur konstruktiven Beilegung eines Konfliktes.

Die Konfliktparteien wollen mit Unterstützung einer dritten überparteilichen Person zu einer gemeinsamen Vereinbarung gelangen, die ihren Bedürfnissen und Interessen entspricht. Die überparteiliche Person trifft dabei keine eigenen Entscheidungen bezüglich des Konflikts, sondern ist lediglich für das Verfahren verantwortlich.

Welche Ziele werden mit einer Mediation verfolgt ?

Das Ziel der Mediation ist die Lösung eines Konfliktes – möglichst durch den wechselseitigen Austausch über die Konflikthintergründe und mit einer verbindlichen, in die Zukunft weisenden Vereinbarung der Teilnehmer. Denn Konflikte beruhen oft auf Missverständnissen und Kommunikationsproblemen. Diese sollen u.a. dadurch aufgeklärt werden, dass man sich gegenseitig zuhört und ausreden lässt.

Dabei steht die Frage nach einer eventuellen Schuld nicht im Vordergrund. Auch Veränderungen im Verhalten der Mediationsteilnehmer untereinander werden nur insoweit gefördert, als sie für die verbindliche Lösung des Konflikts notwendig sind.

Wann ist eine Mediation sinnvoll ?

Eine Mediation ist immer dann sinvoll, wenn alle Parteien bemüht sind, eine Lösung zu finden, aber die Struktur für einen Lösungsweg fehlt.

Die Durchführung einer Mediation ist gerade im Erbrecht sinnvoll, da hier zumeist familiäre Beziehungen mit hineinspielen. Die Erfolgsquote ist sehr hoch, so dass wenigstens in 4 von 5 Fällen mit einer Einigung gerechnet werden kann.

Kosten einer Mediation

Die Kosten einer außergerichtlichen Mediation werden in der Regel frei mit dem Rechtsanwalt vereinbart. Sie orientieren sich z.B. an dem Gegenstandswert oder an dem Aufwand, der durch die Mediation entsteht. Da an einer Mediation immer mindestens zwei Parteien teilnehmen, die sich die Kosten teilen, entstehen bei einer Lösung in der Mediation nur Bruchteile der ansonsten anfallenden Kosten.

 

 

Aktuelles

«   Seite 2 von 10   »

8. Juni. 2015

Beschluss des BGH vom 8. April 2015, Az. IV ZR 150/14

Zur Frage, welche Kriterien ein Gericht beachten muss, wenn es bei mehreren Immobiliengutachten einem Gutachten den Vorzug geben will.


9. Mai. 2014

OLG München, Beschluss vom

23.04.2014 - 31 Wx 22/14

Anmerkung: Eine interessante Entscheidung, die eine nachvollziehbare und sehr durchdachte Begründung enthält.


8. Mai. 2014

OLG Koblenz, Beschluss vom

18.03.2014 - 2 W 495/13

Anmerkung: Das OLG Koblenz liegt hier richtig. Dem notariellen Nachlassverzeichnis muss eine höhere Bedeutung zukommen. Würde einfach nur der Bestand durch die Erklärung des Erben gegenüber dem Notar aufgenommen, handelte es sich um ein privates Nachlassverzeichnis im Gewand des notariellen Nachlassverzeichnisses. Solange das Ermessen durch den Notar ordnungsgemäß ausgeübt wird, kann diesem ein größerer Spielraum eingeräumt werden. Hierüber dürften dann aber erfahrungsgemäß die Pflichtteilsberechtigten und die Erben jeweils andere Vorstellungen haben.


Rechtsanwalt und Fachanwalt für Erbrecht Dr. Frank Andresen  KIEL: Stiftstraße 13 - Tel. 0431 - 98 28 620   HAMBURG: Mönckebergstr. 27  - Tel. 040 - 328 097 835