Mediation

Was bedeutet Mediation ?

Mediation (lat. „Vermittlung“) ist ein strukturiertes freiwilliges Verfahren zur konstruktiven Beilegung eines Konfliktes.

Die Konfliktparteien wollen mit Unterstützung einer dritten überparteilichen Person zu einer gemeinsamen Vereinbarung gelangen, die ihren Bedürfnissen und Interessen entspricht. Die überparteiliche Person trifft dabei keine eigenen Entscheidungen bezüglich des Konflikts, sondern ist lediglich für das Verfahren verantwortlich.

Welche Ziele werden mit einer Mediation verfolgt ?

Das Ziel der Mediation ist die Lösung eines Konfliktes – möglichst durch den wechselseitigen Austausch über die Konflikthintergründe und mit einer verbindlichen, in die Zukunft weisenden Vereinbarung der Teilnehmer. Denn Konflikte beruhen oft auf Missverständnissen und Kommunikationsproblemen. Diese sollen u.a. dadurch aufgeklärt werden, dass man sich gegenseitig zuhört und ausreden lässt.

Dabei steht die Frage nach einer eventuellen Schuld nicht im Vordergrund. Auch Veränderungen im Verhalten der Mediationsteilnehmer untereinander werden nur insoweit gefördert, als sie für die verbindliche Lösung des Konflikts notwendig sind.

Wann ist eine Mediation sinnvoll ?

Eine Mediation ist immer dann sinvoll, wenn alle Parteien bemüht sind, eine Lösung zu finden, aber die Struktur für einen Lösungsweg fehlt.

Die Durchführung einer Mediation ist gerade im Erbrecht sinnvoll, da hier zumeist familiäre Beziehungen mit hineinspielen. Die Erfolgsquote ist sehr hoch, so dass wenigstens in 4 von 5 Fällen mit einer Einigung gerechnet werden kann.

Kosten einer Mediation

Die Kosten einer außergerichtlichen Mediation werden in der Regel frei mit dem Rechtsanwalt vereinbart. Sie orientieren sich z.B. an dem Gegenstandswert oder an dem Aufwand, der durch die Mediation entsteht. Da an einer Mediation immer mindestens zwei Parteien teilnehmen, die sich die Kosten teilen, entstehen bei einer Lösung in der Mediation nur Bruchteile der ansonsten anfallenden Kosten.

 

 

Aktuelles

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16. November. 2010
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat eine möglicherweise bahnbrechende Entscheidung zur Frage gefällt, ob ein nichteheliches Kind, das vor dem 01.07.1949 geboren wurde, trotz der in der Bundesrepublik entgegenstehenden Gesetzeslage ein Erb-/ bzw. Pflichtteilsrecht am Nachlass des Vaters hat.

6. September. 2010
Die Abgrenzung zwischen Vorausvermächtnis unfd Teilungsanordnung weist im tatsächlichen Bereich immer wieder Schwierigkeiten auf. Wollte der Erblasser lediglich eine Anordnung über die Aufteilung des Nachlasses treffen oder zusätzlich zum Erbteil ohne Ausgleichspflicht etwas zuwenden?

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Erbrecht Dr. Frank Andresen  KIEL: Stiftstraße 13 - Tel. 0431 - 98 28 620   HAMBURG: Mönckebergstr. 27  - Tel. 040 - 328 097 835