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19. Juni. 2017

Das Erbscheinsverfahren


Das Erbscheinsverfahren ist der Grundstein für die Klärung der Frage, wer Erbe geworden ist. Hier wird geklärt, ob Anfechtungen wirksam sind, ob der Erblasser testierfähig war und ob alle Formvorschriften eingehalten wurden.

(Erläuterungen durch Dr. Frank Andresen, Fachanwalt für Erbrecht, Kiel u. Hamburg)

Teil 1.

Das Erbscheinsverfahren ist gewissermaßen das Eingangstor zur Klärung der Frage, wer Erbe geworden ist. Sind Sie enterbt worden und haben Sie Zweifel an der Testierfähigkeit des Erblassers, weil dieser unter einer Demenz, Alzheimer oder an anderen Einschränkungen litt, als das Testament erstellt wurde? Dann haben Sie die Möglichkeit, die Wirksamkeit des Testaments durch das Nachlassgericht überprüfen zu lassen. Wenn Sie aufgrund der gesetzlichen Erbfolge ohne das Testament Erbe geworden wären oder aber durch ein früheres Testament als Erbe eingesetzt worden sind, welches jetzt durch das neue Testament aufgehoben wurde, sollten die Bedenken an der Testierfähigkeit dem Gericht dargelegt werden. Dieses ist dann verpflichtet, diesem Hinweis nachzugehen (Amtsermittlungsgrundsatz). Wichtig ist, dass möglichst von Anfang an alle tatsächlichen und rechtlichen Gesichtspunkte detailliert dargestellt werden. Letztlich geht es im Erbscheinsverfahren um Alles oder Nichts. Anwaltliche Beratung ist hier - im Gegensatz zu anderen Konstellationen - aus meiner Sicht unverzichtbar. Die Erfahrung zeigt, dass die Erfolgsquoten mit der Qualität der Beratung und Vertretung steigen.

Haben Sie Fragen zum Erbscheinsverfahren? Rufen Sie uns an. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Aktuelles

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19. Juni. 2017

Das Erbscheinsverfahren ist der Grundstein für die Klärung der Frage, wer Erbe geworden ist. Hier wird geklärt, ob Anfechtungen wirksam sind, ob der Erblasser testierfähig war und ob alle Formvorschriften eingehalten wurden.

(Erläuterungen durch Dr. Frank Andresen, Fachanwalt für Erbrecht, Kiel u. Hamburg)


19. Juni. 2017
Mandanten fragen häufig danach, ob ihre Geschwister Pflichtteilsansprüche haben. Im Folgenden wird kompakt und verständlich durch Dr. Frank Andresen (Fachanwalt für Erbrecht, Kiel u. Hamburg) die Rechtslage dargestellt.

17. November. 2015

FG Münster vom 30.04.2015 - Az. 3 K 900/13 Erb

Die Aufwendungen zur Beseitigung eines Ölschadens, der noch zu Lebzeiten des Erblassers an der Tankanlage des zum Nachlass gehörenden Hauses entstanden war, aber erst nach dem Erbfall entdeckt worden ist, können nicht steuermindernd als Nachlassverbindlichkeiten berücksichtigt werden.

Als Nachlassverbindlichkeiten seien nur solche Schulden abzugsfähig, die bereits vor dem Erbfall für den Erblasser durch gesetzliche, vertragliche und außervertragliche Verpflichtungen entstanden sind und diesen im Zeitpunkt des Todes bereits wirtschaftlich belastet haben. Diese Voraussetzungen wären hier, im Fall eines vom Erblasser unentdeckten Ölschadens, aber nicht erfüllt. Die von den Erben aufzubringenden Kosten hätten daher keine Auswirkung auf die Höhe der zu zahlenden Erbschaftsteuer.

Wegen der grundsätzlichen Bedeutung der Rechtssache hat das Finanzgericht Münster die Revision zum BFH zugelassen (AZ II R 33/15).

Urteil des FG Münster vom 30.04.2015
Aktenzeichen: 3 K 900/13 Erb

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Erbrecht Dr. Frank Andresen  KIEL: Stiftstraße 13 - Tel. 0431 - 98 28 620   HAMBURG: Mönckebergstr. 27  - Tel. 040 - 328 097 835